Japanisch kann mehr: Fünf Wiener Adressen jenseits von Sushi

Konnichi wa! Ramen, Tempura, Yakitori, Donburi oder geschmorte Spezialitäten: Die japanische Küche hat weit mehr zu bieten als Sushi.

Sushi ist wohl das bekannteste Aushängeschild der japanischen Küche und trotzdem nur ein Teil davon. Je nach Region und Anlass gehören auch Nudelsuppen, gegrillter Fisch, frittierte Teigtaschen, Reisgerichte, Gemüse, geschmortes Fleisch oder kleine Gerichte zum Teilen zum kulinarischen Alltag. Besonders die Izakaya-Kultur steht für diese unkomplizierte Art zu essen: Mehrere Speisen kommen auf den Tisch, werden gemeinsam probiert und oft mit Sake oder Bier kombiniert.

Auch in Wien lässt sich diese Seite Japans entdecken. Die folgenden Restaurants setzen unterschiedliche Schwerpunkte, von klassischer japanischer Küche über Izakaya-Gerichte bis hin zu Ramen. Wer also Lust auf Japan hat, muss eben nicht automatisch zur Sushi-Karte greifen

NihonBashi

Das NihonBashi in der Kärntner Straße setzt besonders konsequent auf authentische japanische Küche und zeigt, wie vielfältig diese sein kann. Auf der Karte stehen etwa verschiedene Udon- und Soba-Suppen, Donburi mit Huhn, Rind oder Schweinefleisch, Tempura sowie gegrillter Fisch. Auch geschmorte Gerichte wie Goldbrasse in Mirin, Sake und Sojasauce gehören zum Angebot.

Besonders spannend ist die klassische Zusammenstellung in Form von Teishoku und Gozen. Dabei werden verschiedene Komponenten wie Reis, Misosuppe, Gemüse, Fisch oder Tempura zu einem ausgewogenen Menü kombiniert. Das NihonBashi bietet außerdem ein Kaiseki-Menü an, das unter anderem Sashimi, gegrillten Heilbutt, Tempura, Sushi und ein saisonales Dessert umfasst. Ergänzt wird das kulinarische Konzept durch Sake und japanische Süßigkeiten sowie ein Private-Dining-Angebot. Und wer dann immer noch nicht nach Hause möchte, verlegt den Abend einfach in eine der Karaokeboxen.

Foto: NihonBashi, Innenansicht Japanisches Lokal © NihonBashi

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Taeko Ramen

Ramen-Fans sind bei Taeko Ramen in der Praterstraße bestens aufgehoben, denn hier dreht sich vieles um eine der bekanntesten warmen Spezialitäten Japans. Die Karte reicht von Sapporo Miso und Tokyo Shoyu über Tonkotsu bis zu vegetarischen Miso- und Shoyu-Varianten. Je nach Sorte kommen dazu Chashu, Ei, Bambus, Pak Choi, Sprossen oder weitere Gemüsezutaten. Damit wird deutlich, wie unterschiedlich Ramen allein innerhalb der japanischen Küche ausfallen kann.

Doch auch abseits der ikonischen Suppen bleibt die Auswahl japanisch geprägt. Takoyaki, Agedashi Tofu, Gyoza, Karaage und Chashu eignen sich als kleine Vorspeisen, während gegrillter Aal mit Reis, Donburi und weitere warme Gerichte für Abwechslung sorgen. Dazu kommen vegetarische und vegane Optionen.

Foto: Taeko Ramen, Innenansicht Bar in japanischem Lokal © Emma Schrotshamer

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Soya

Soya – Japanische Klassiker treffen auf eine breite Asia-Karte

Japanisch in Wien, dabei geht wohl kein Weg am Soya vorbei. Das Lokal besteht bereits seit 2006 und kombiniert japanische Klassiker mit Gerichten aus anderen Teilen Asiens. Auf der Karte finden sich unter anderem Gyoza, Takoyaki, Edamame, Agedashi Tofu und verschiedene Onigiri. Dazu kommen Bowls mit Tofu, Ente, Lachs oder Bulgogi sowie Reisgerichte wie Tori Don und Unadon mit gegrilltem Aal. Wer lieber etwas Warmes möchte, kann außerdem zu Tempura, Teppanyaki-Gemüse oder gebratenen Nudeln greifen.

Gerade diese Mischung macht den Reiz des Soya aus: Japanische Gerichte treffen auf koreanische und südostasiatische Einflüsse, ergänzt durch vegetarische und vegane Optionen. Damit eignet sich das Lokal sowohl für ein schnelles Mittagessen als auch für eine größere Auswahl an Speisen zum gemeinsamen Probieren

Foto: Soya, japanisches Lokal Innenansicht © Weninger

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Mari’s Metcha Matcha

Klein, detailreich und ganz auf japanische Esskultur ausgerichtet: Mari’s Metcha Matcha bringt japanische Hausmannskost und Teekultur authentisch nach Wien. Köchin Mari Udagawa Wanzel serviert Gerichte, die sie auch zu Hause kocht – darunter japanische Tapas, Ramen, Udon und Bentos. Auf der Karte stehen etwa Edamame, Wakame-Salat, frittierter Tofu mit würziger Ankake-Sauce, Aubergine mit süßer Misopaste und Takoyaki. Für Mutige gibt es auch Natto, fermentierte Sojabohnen. Bei den Nudelgerichten reicht die Auswahl von veganen Udon mit Inari-Tofu bis zu Varianten mit Schweinefleisch, Huhn oder frittierten Garnelen. Viele der Tapas und Nudelsuppen sind vegetarisch oder vegan.

Auch das kleine Lokal spiegelt die japanische Kultur wider: Holzschreine sind mit Teegeschirr und Kunstobjekten bestückt. Matcha gibt es als Getränk und in Desserts und wer am Nachmittag vorbeikommt kann zur Tea Time einkehren. Für Frühstücksfans bietet sie auch Besonderes an: Den Tag startet man dort etwa mit einem Onigiri Frühstück, Dashi-Eierrolle und Misosuppe.

Foto: Mari’s Metcha Matcha, Innenansicht Japanisches Lokal mit Waren auf Theke © Mari’s Metcha Matcha

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Oji Izakaya

Sharing! Ja, unbedingt erwünscht! Beim Oji Izakaya im 19. Bezirk steht das gemeinsame Essen im Mittelpunkt. Das moderne Restaurant verbindet traditionelle japanische Gerichte mit zeitgemäßen Interpretationen und bietet neben Ramen auch Grillgerichte, Tempura und verschiedene kleine Teller. Auf der Karte stehen unter anderem Kushiyaki-Spieße mit Huhn oder Rind, Takoyaki, Agedashi Tofu, Karaage und frittierte Garnelen. Gerade diese Auswahl macht das Konzept interessant für alle, die mehrere unterschiedliche Geschmacksrichtungen ausprobieren möchten.

Daneben gibt es herzhafte Hauptgerichte und Ramen, sodass auch ein einzelnes Gericht problemlos zum Mittelpunkt des Essens werden kann. Die Atmosphäre ist bewusst gemütlich und unkompliziert gehalten und passt damit zum Izakaya-Gedanken, bei dem Essen und Zusammensitzen eng miteinander verbunden sind. Das Oji richtet sich damit nicht nur an eingefleischte Japan-Fans, sondern auch an alle, die sich über kleinere Gerichte an die japanische Küche herantasten möchten.

Foto: Oji Izakaya, Innenansicht, japanische Lokal mit Theke © Oji Izakaya

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