Trickbox
Der Wiener Zauberladen
Ein Zaubertrick ist schnell bestellt, ihn aber wirklich zu können, ist eine ganz andere Geschichte. In der Trickbox in Margareten zeigt Gregor Schubert vor, erklärt und übt mit seinen Kundinnen und Kunden.
„Ich verkaufe alte Sachen in neuen Schachteln“, sagt Gregor Schubert gelegentlich zwinkernd. Ganz unrecht hat er nicht: Viele Zauberartikel lassen sich weit zurückverfolgen, manche gab es schon vor hundert Jahren. In der Trickbox finden sich Klassiker wie Svengali-Karten und Münzdosen neben Produkten, die gerade im Internet für Aufmerksamkeit sorgen.“90% meines Sortiments gibt es überhaupt nur im Zauberfachhandel“, erzählt er.
Das Geschäft selbst zählt zu den letzten Zaubergeschäften in Europa und ist ebenfalls eine kleine Zeitreise: rote Retrotapeten, Holzboden, Teppiche und ein eleganter Luster treffen auf Fotografien berühmter Magier an den Wänden. Auf dem Verkaufspult gibt es einen Vorführbereich, in dem Schubert live zeigt, was sich mit Karten, Münzen und anderen unscheinbaren Dingen anstellen lässt.
Ein langer Weg zurück nach Wien
Schuberts Weg in die Zauberei begann früh. Sein Vater war ebenfalls Zauberer, Kunststücke gehörten für den Sohn also schon als Kind dazu. Aus der Freude daran, Menschen mit Musik und Comedy zu unterhalten, entwickelte sich nach und nach die Zauberei. 2013 übernahm Schubert das Geschäft, das damals im zehnten Bezirk lag. „Es war gar nicht so der eine Tag mit der einen Entscheidung, jetzt mache ich es, sondern über viele Jahre hinweg.“
Die Corona-Zeit brachte einen Einschnitt. Schubert schloss das Geschäft in Wien, verlegte das Lager nach Wiener Neustadt und arbeitete während der Lockdowns rund zweieinhalb Jahre als Krankenpfleger für die Volkshilfe. Als Live-Auftritte wieder möglich waren, stieg auch die Nachfrage nach seinen Zaubershows und dem Puppentheater. Schließlich zog es ihn zurück zum Geschäft: Heute ist die Trickbox in Wien Margareten beheimatet.
Wichtig waren ihm in Sachen Location eine zentrale Lage und eine gute öffentliche Anbindung. Auch die Nähe zur Wiener Zauberszene passt jetzt perfekt: Der Magische Klub Wien und der Magic Cercle Wien befinden sich sogar in Gehweite. „Die Trickbox soll ein Treffpunkt für Profis, Hobby-Zauberer, Einsteiger und Einsteigerinnen sowie Neugierige werden. Ich glaube nicht, dass der Handel stirbt. Ich glaube, der Handel ändert sich“, sagt Schubert. Solange Menschen das Erlebnis im Geschäft schätzen, möchte er es anbieten. „Ich lebe da meinen Traum und die Menschen haben auch was davon.“
Vom Wurliwurm bis zum Zauberbuch
Das Sortiment kommt aus Europa und den USA und umfasst drei Bereiche: fertige Kunststücke, Literatur und Zubehör. Bücher gibt es weiterhin, Videos werden zunehmend durch Downloads ersetzt – „schließlich haben immer weniger Menschen einen DVD-Player zu Hause“, merkt er an. Neben bekannten Klassikern finden sich auch spezielle Produkte, die man in Wien kaum anderswo entdeckt.
Welcher Trick gerade besonders gefragt ist? Das ändert sich laufend. Das Internet sorgt für Hypes, Schuberts Vorführungen im Geschäft ebenfalls. Überrascht hat ihn der Erfolg des Wurliwurms, einer einfachen Jahrmarktattraktion, die er noch aus seiner Kindheit kennt. „In einer Zeit, wo das Spielzeug immer komplexer und technischer wird, sind es manchmal die ganz simplen Dinge, die funktionieren und weitergekauft werden.“ Ein kleiner Wurm, große Wirkung, zumindest im Sortiment.
Schubert entwickelt außerdem eigene Produkte mit Wiener Bezug. Die traditionelle Wiener Zauberszene soll darin eine Rolle spielen. „Das ist eine besondere Form der Produktpalette, die mir persönlich Spaß macht“, sagt er. Und für alle, die bei Zauberei sofort an Kindergeburtstage denken, hat er eine klare Botschaft:„Wichtig ist immer, dass die Erwachsenen nicht das Kind in sich verlieren.“
Das Geheimnis gibt’s mit Beratung
Der besondere Wert eines Zauberladens zeigt sich für Schubert vor allem nach dem Kauf. Wer ein Kunststück erwirbt, weiß zunächst oft nicht genau, welches Geheimnis dahintersteckt. Ohne Beratung könne es schnell passieren, dass man etwas kauft, das nicht zu den eigenen Fähigkeiten oder Vorstellungen passt. „Die Reise der Zauberei beginnt dann erst“, sagt Schubert. Kundinnen und Kunden können mit ihren Tricks wiederkommen, Fragen stellen und gemeinsam mit ihm üben.
Dabei lernt nicht nur das Publikum, denn erfahrene Zauberer und Zauberinnen bringen eigene Ideen mit, Schubert gibt seine Einschätzung dazu und bekommt umgekehrt Tipps. „Das ist ein Wechselspiel, ein gegenseitiges Lernen.“ Auch Vorführungen, Seminare und kleine Shows sind bald geplant.
Kontakte und Öffnungszeiten
- Webseite
- Zur Webseite
- Youtube
- Youtube
- Addresse
- Telefon
- +43 1 3692479
- office@trickbox.at
- Di:
- 10:00-12:00 Uhr
- 13:00-18:00 Uhr
- Mi:
- 10:00-12:00 Uhr
- 13:00-18:00 Uhr
- Do:
- 10:00-12:00 Uhr
- 13:00-18:00 Uhr
- Fr:
- 10:00-12:00 Uhr
- 13:00-18:00 Uhr
- Sa:
- 09:00-13:00 Uhr