Partenope

Wer Fisch liebt, ist hier genau richtig

Der Name klingt nach Mythos, und das ist auch so gewollt: Partenope ist nach der Meerjungfrau aus der griechischen Sage, die der Stadt Neapel einst ihren ersten Namen gab, benannt. Gaetano Brancato, Gründer und Gastgeber in einem, hat sein Restaurant bewusst so getauft. „Ich komme aus Neapel, Neapel wurde früher Partenope genannt. Und dass wir ein Fischlokal sind – ich fand den Namen dazu passend mit dem Meer, mit Mythologie und mit der ganzen Geschichte, die dahintersteht."

Dass Partenope im 6. Bezirk liegt, hat Brancato, der sich nach Stationen im Fabios, Motto am Fluss und Le Salzgries den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt hat, strategisch gedacht. „Ich habe mich für Mariahilf entschieden, allerdings nicht für die Mariahilfer Straße, wo so viele Leute sind. Ich dachte Wien und der 6. Bezirk braucht ein Restaurant mit ein bisschen Privacy und mit einer hochwertigen Qualität.“ Nach 20 Jahren Gastronomieerfahrung sei klar gewesen: „Das ist der richtige Moment und der richtige Ort, etwas zu bieten, das es in dieser Form hier noch nicht gibt.“

Das Herzstück des Lokals ist die Vitrine, oder besser gesagt das, was das Meer gerade hergibt. Hier gibt es keine Standardkarte mit 30 Gerichten, von denen die Hälfte aus der Tiefkühltruhe kommt. Im Partenope regiert der Wildfang.

„Unsere Fische fangen ab einem Kilo an. Mal haben wir einen Drei-Kilo-Fisch, mal einen mit sechs Kilo. Was das Meer uns gibt, bringen wir an den Tisch", so Brancato.

Foto: Partenope © partenope

Die Transparenz beginnt bereits vor der Lieferung. Brancatos Lieferant schickt nachts Videos direkt vom Markt bei Venedig. So weiß der Chef genau, was morgens in Wien ankommt. Dieser Fokus auf Frische führt dazu, dass die Karte ständig atmet. Wer keinen Fisch mag, ist hier – ganz ehrlich – nicht gerade am richtigen Ort. „Wir spezialisieren uns zu 100 Prozent. Es macht keinen Sinn, Fleisch anzubieten, nur um die Karte vollzumachen“, so Brancato direkt.

Fisch und Käse? Ja!

Kulinarisch bleibt Gaetano seinen Wurzeln treu, erlaubt sich aber kreative Ausreißer. Ein echtes Highlight? Die Parmigiana alla Melanzani, eigentlich ein Klassiker aus Auberginen, Tomaten und Mozzarella, die im Partenope mit Rotbarsch und Meeresfrüchten neu interpretiert wird. „Manche sagen, Fisch und Käse passen nicht zusammen“, schmunzelt er, „aber wer das probiert, wird überzeugt sein.“

Foto: Partenope © partenope

Die Karte wechselt saisonal: Bärlauch, Steinpilze, Kürbis, was der Markt bietet, findet seinen Weg ins Menü. „Deshalb variiert die Speisekarte auch sehr oft und die Tagesempfehlung auch – weil es sein kann, dass der Gemüselieferant besondere Produkte hat, wie Friarielli aus Neapel, und wir sagen: ja, gerne, wir nehmen eine Kiste und versuchen ein bestimmtes Gericht als Tagesempfehlung vorzubereiten."

Was das Partenope in der Wiener Gastro-Szene auch abhebt, ist die radikale Entschleunigung. Wer um 18 Uhr reserviert, darf bis zum Schluss bleiben. Das „Re-Occupying“ von Tischen, gibt es hier nicht.

Diese Einstellung prägt auch den Service. „Der Gast soll sich fühlen wie bei einem Freund oder eine Freundin. Dieses familiäre Gefühl ist wichtig, weil es in vielen Restaurants verloren gegangen ist.“ Gleichzeitig bleibt das Konzept offen: vom spontanen Aperitif an der Bar bis zum langen Abend mit mehreren Gängen. „Ich würde uns nicht als luxuriös oder Fine Dining bezeichnen. Ich würde uns einfach als einen schönen Ort beschreiben, wo man sich wohlfühlen kann", so der Gastronom.

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