Puppen-Klinik Reichel

Foto: Außen Ansicht der Puppen-Klinik mit rotem Portal © Weninger

Vom strubbeligen Teddy über die antike Puppe bis zum Lieblingskuscheltier, ohne das der Nachwuchs nicht einschlafen kann: Manche Gegenstände besitzen einen Wert, der sich nicht berechnen lässt. Die Puppe aus der Kindheit, der Teddy einer Großmutter oder ein altes Sammlerstück können beschädigt sein, ersetzen lassen sie sich trotzdem nicht. Genau hier beginnt die Arbeit der Puppenklinik in der Heumühlgasse. Seit den 1990er-Jahren widmet sich Manfred Reichel der Reparatur und Restaurierung von Puppen, Stofftieren und historischem Spielzeug.

Die Liste möglicher "Patienten" ist lang: kaputte Glieder, herausgefallene Augen, beschädigte Puppenkörper oder zerrissene Kleidung gehören ebenso zu den Fällen wie aufwendige Restaurierungen antiker Stücke. Dabei kommen Puppen aus ganz unterschiedlichen Epochen in die Werkstatt, von historischen Modellen aus dem 19. Jahrhundert bis zu Barbies und Baby Dolls aus jüngerer Zeit. Reichel repariert nicht nur Puppen, sondern auch Teddybären, Stofftiere, Eisenbahnen und anderes nicht-elektronisches Spielzeug.

Zwischen Ersatzteillager und Zeitreise

Schon der Besuch der Puppen-Klinik ist ein Erlebnis für sich, denn die ehemalige Schneiderwerkstatt wurde bewusst nicht in ein modernes, minimalistisches Geschäft verwandelt. Alte Glasschaukästen, Holzregale und unzählige Schubladen bilden die Kulisse für eine Sammlung, die gleichzeitig Werkstatt und kleines Museum ist. Puppen und Teddybären warten in den Regalen auf ihre Reparatur, während sich Ersatzteile aus unterschiedlichen Jahrzehnten in Schränken und Laden finden.

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