Healthy Aging Medical Center
© LioLongLifeWie alt wir sind, steht nicht zwingend im Pass. Spannender könnte deswegen die Frage sein, wie alt unsere Zellen tatsächlich sind. Genau dort setzt Prim. Dr. Karin Stengg an – auf einer Ebene, auf der Gene, Lebensstil und Alterungsprozesse miteinander verwoben sind.
„Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, eine an Ihre Bedürfnisse angepasste Kombination von Untersuchungen und Tests Ihrer genetischen Veranlagungen und Ihrer epigenetischen Faktoren durchzuführen, die Ergebnisse zu analysieren und daraus eine für Sie individuelle Therapie zu erstellen, die Ihrem Alterungsprozess und den individuellen Risiken wesentlich entgegenwirkt, um ihre Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen“, sagt Dr. Karin Stengg, ärztliche Leiterin des europaweit ersten Zentrum für ärztlich durchgeführte Longevity Medizin.
Ihr Ansatz beginnt nicht bei Symptomen, sondern deutlich früher: im Zusammenspiel von Genetik und Epigenetik. Während genetische Veranlagungen gewisse Risiken mitbestimmen können, zeigt die Epigenetik, also unser Lebensstil, wie stark Faktoren wie Stress, Hormone, Ernährung, Bewegung, Schlaf oder Umwelt Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen – und damit auch auf unsere Alterungsprozesse. Entscheidend dabei: Das Epigenom gilt nicht als unveränderlich, sondern kann durch Lebensstilfaktoren beeinflusst werden.
Im Fokus stehen umfassende Analysen, die individuelle Gesundheitsprofile sichtbar machen sollen. Untersucht werden unter anderem Telomerlängen, also die Schutzkappen der Chromosomen, die sich mit jeder Zellteilung verkürzen und als Marker für biologisches Altern gelten, ebenso wie Zellalter, Stoffwechselprozesse, Hormonprofile, und genetische Dispositionen.
Auf Basis dieser Daten entstehen personalisierte Therapiekonzepte. Ziel sei es, nicht nur bestehende Beschwerden zu behandeln, sondern Alterungsprozesse aktiv zu beeinflussen und gesundheitlichen Risiken früh entgegenzuwirken. Themen wie Hormonbalance, Stoffwechselregulation und Zellgesundheit spielen dabei eine zentrale Rolle.
Weiters kann auch bestimmt werden, ob man schneller altert, und wie alt bestimmte Organsysteme wirklich sind. „Ziel der personalisierten Präventionsmedizin ist die Erhaltung und Steigerung der körperlichen und geistigen Gesundheit, um das biologische Alter zu optimieren“.
Es geht bei diesem medizinischen Konzept nicht um Langlebigkeit, sondern um die Verlängerung der Gesundheitsspanne, erklärt Dr. Stengg. Der Gedanke dahinter: Gesund altern beginnt nicht erst dann, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Sondern deutlich früher – mit einem besseren Verständnis darüber, wie der eigene Organismus funktioniert und welche Faktoren ihn langfristig stärken oder belasten.
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