Eichhorn Winery

Foto: Eichhorn Winery © Eichhorn

Wer an Wiener Wein denkt, hat meist die großen, traditionsreichen Heurigen vor Augen. Doch auf dem Bisamberg schreiben der österreichische Filmregisseur Ron Eichhorn und die spanische Kinderbuchautorin Miriam Eichhorn gerade ihre eigene Geschichte – eine, die mit allem bricht, was man von Wiener Weinbau erwartet.

Was als leidenschaftliches Coronaprojekt begann, ist nach Jahren intensiver Arbeit zu einer echten Wohlfühloase geworden: intim, radikal nachhaltig und unverkennbar persönlich. Im Weingarten wird aktiv Artenvielfalt gefördert, auf Chemikalien, Pestizide und Plastik vollständig verzichtet. Kein Kompromiss, kein „fast bio" – hier zählt konsequente Naturnähe.

Diese Einstellung spiegelt sich in jedem Jahrgang wider. Die Blonde Edition etwa – ein Gemischter Satz aus weißen Trauben, ohne jegliche Zusätze, nach klassischer Maischegärung vinifiziert – wurde im Premierenjahr in nur 800 Flaschen abgefüllt. Ein Tropfen für alle, die wissen wollen, wie Wein schmeckt, wenn man der Natur einfach vertraut.

Zur warmen Jahreszeit öffnen Ron und Miriam ihr kleines Paradies für Gäste. Gartentische, direkt in den Weingärten verstreut, laden zum Verweilen ein – mit einem Vibe irgendwo zwischen Familientisch und internationalem Weinlokal. Dazu werden feine vegetarische Tapas serviert, alles hausgemacht. Die klassische Heurigenkultur? Hier wird sie freundlich neu interpretiert.